Das Gebäude wurde kontrovers diskutiert. Kritiker bemängelten die aggressive Form und warfen dem Bau vor, das historische Gebäude zu zerstören. Befürworter lobten jedoch gerade diesen radikalen Ansatz als angemessen für ein Museum, das sich kritisch mit Krieg und Gewalt auseinandersetzt. Kulturell steht das Museum für einen Wandel im Umgang mit Militärgeschichte. Es geht nicht um Heldentum, sondern um Verantwortung, Erinnerung und kritische Reflexion. Das Museum thematisiert die deutsche Militärgeschichte im Kontext von Gewalt, Nationalsozialismus und Krieg und gilt deshalb heute als eines der bedeutendsten Beispiele zeitgenössischer Museumsarchitektur in Deutschland. Die Architektur von Daniel Libeskind ist eine gebaute Geschichtskritik. Sie verhindert, dass das Museum zu einer unkritischen Waffenschau wird, indem sie die historische Kontinuität physisch unterbricht und den Krieg als das zeigt, was er ist: ein tiefer, schmerzhafter Einschnitt in die menschliche Zivilisation. Die Architektur des Militärhistorischen Museums in Dresden fungiert als ein tiefgreifender psychologischer und visueller Schock, der den Betrachter aus der Passivität reißt. Durch den brutalen Durchbruch des Keils wird das Gefühl einer physischen und historischen Wunde erzeugt. Die Architektur verweigert die Harmonie und zwingt stattdessen zur Auseinandersetzung mit Zerstörung und Schmerz. Im Inneren löst die Geometrie Libeskinds eine bewusste Unruhe und ein Gefühl von Chaos aus. Die Architektur von Daniel Libeskind ist eine gebaute Geschichtskritik. Sie verhindert, dass das Museum zu einem neutralen Ort wird, indem sie die historische Kontinuität physisch unterbricht und den Krieg als das zeigt, was er ist: ein tiefer, schmerzhafter Einschnitt in die menschliche Zivilisation.