Der Dekonstruktivismus ist eine Architekturrichtung, die sich seit den 1980er-Jahren entwickelte und die Prinzipien klassischer Architektur bricht bewusst bricht. Ordnung und Symmetrie werden ausgetauscht durch Fragmentierung, Überlagerungen und scheinbare Instabilität. Gebäude wirken häufig zerschnitten, verschoben oder als seien sie inmitten einer Explosion festgehalten. Besonders typisch sind für den Dekonstruktivismus sind also scharfe Diagonalen, spitze Winkel, das Durchbrechen bestehender Baukörper und Kontraste zwischen Alt und Neu. Der Dekonstruktivismus eignet sich daher besonders für Museen und Gedenkbauten, da er historische Ereignisse, Gewalt und Erinnerung räumlich erfahrbar machen kann und "durchbricht". Das Militärhistorische Museum in Dresden, welches durch den Architekten Daniel Libeskind verwirklicht wurde, ist hierfür ein perfektes Beispiel.