Daniel Libeskind zählt zu den wichtigsten Vertretern des Dekonstruktivismus. Seine Gebäude erzählen Geschichten, vor allem über Geschichte, Trauma, Verlust und Erinnerung. Libeskind selbst ist Sohn jüdischer Holocaust-Überlebender, was seine Haltung zur Geschichte und zur Verantwortung von Architektur maßgeblich beeinflusst. Bekannt wurde er unter anderem durch das Jüdische Museum Berlin, das Imperial War Museum North in Manchester oder auch das Militärhistorische Museum in Dresden. Typisch für Libeskind sind zersplitterte geometrische Formen, wie Keile, Schnitte oder Zacken, aber auch die emotionale Prägung der Gebäude. Libeskind versteht Architektur nicht als etwas neutrales, sondern als aktive Auseinandersetzung mit Geschichte. Seine Gebäude sollen konfrontieren.